Intrenion

Geschäftsplan für Erlebnistouren in der Wüste

Christian Ullrich & Marek R.
2012-01-06

Inhaltsverzeichnis

1 Executive Summary

1.1 Dienstleistung

Das Angebot besteht aus einer Ein- oder Mehrtagestour mit individuell zusammengestellten Aktivitäten. Beispiele wären Wander-, Fahrrad- oder Kanutouren, die mit touristischen Attraktionen kombiniert werden können. Die Erlebnistouren richten sich an Gruppen, die ein teamorientiertes Abenteuer erleben möchten, wobei das Besondere darin besteht, dass einzelne Aktivitäten in ein leicht zu planendes Gesamtkonzept integriert werden. Mit Hilfe eines Tablets begeht die Gruppe die Tour selbständig; dieses führt und informiert die Gruppe auf ihrem Weg.

Zusätzlich ist die Buchung eines Teamtrainers möglich, der zur Schulung in der Zusammenarbeit der Gruppe dient. Privatkunden buchen den Ausflug über eine intuitiv bedienbare Webseite. Die Touren sollen grundsätzlich einen naturnahen Charakter haben.

Die Integration touristischer Angebote in ein Gesamtkonzept sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden ist bisher einmalig. Der deutlich vereinfachte Buchungsprozess, kombiniert mit einem Tablet, das nicht nur Reiseführer und Karte vereint, sondern darüber hinaus viele unterschiedliche Aufgaben ermöglicht, ist eine bedeutende Weiterentwicklung des regionalen Tourismus und für den Kunden von besonderem Wert.

Aktuell finden ähnliche Touren in Großstädten statt; dabei wird ebenfalls eine Anwendung auf einem Tablet genutzt. Die Weiterentwicklung besteht in der räumlichen Ausdehnung, einem wesentlich erweiterten Angebot an Aktivitäten und der Ausdehnung dieser auf den sportlich-abenteuerlichen Bereich. Zudem werden mit unserem Konzept zahlreiche Anbieter in der Region eingebunden, und es wird erstmals auch für Privatkunden geöffnet.

1.2 Markt und Wettbewerb

Das Marktvolumen entspricht langfristig einem hohen Anteil am regionalen Tourismus. Durch die Weitergabe aller entstehenden Kosten an die Kunden und die damit einhergehende Konzentration auf das Kerngeschäft der Integration werden wir in absehbare Zeit die einzigen Anbieter sein. Insbesondere durch das Gewinnen von Partnern vor der Gründung des Unternehmens kann es anschließend seine Geschäftstätigkeit relativ schnell aufnehmen. Gegenüber den Anbietern der einzelnen Aktivitäten, die damit auch die Konkurrenz darstellen, liegt der Vorteil in der erstmalig integrierten, modularisierten Buchung, dem Zusatzangebot des Tablets und den Teamtrainern.

1.3 Marketing und Vertrieb

Der regionale Tourismus und die Personalentwicklung sind zwei seit Jahren wachsende Geschäftsfelder, die die Erfolgsaussichten der Gründer stärken. Die direkte Markteintrittsstrategie ermöglicht eine eigenständige Qualitätskontrolle über den gesamten Absatzprozess hinweg. Die sehr konservativ geschätzten Absatzzahlen entsprechen geschätzten 70 Personentagen bei den Privatkunden und knapp 200 bei den Geschäftskunden am Ende des dritten Geschäftsjahres. Der Vertrieb wird sich bei den Privatkunden auf unsere Webseite beschränken, die Werbung hingegen wird gezielt auf bereits in die Region reisende Personengruppen abgestellt. Geschäftskunden werden sowohl über die beteiligten Personalagenturen und freiberuflichen Teamtrainer als auch direkt von uns intensiv beraten.

1.4 Unternehmen

Als Rechtsform wird nach Wunsch der Gründer die GmbH gewählt. Der Vorteil der nachfolgend beschriebenen Konzentration des Unternehmens auf das Kerngeschäft besteht im Wegfall der Notwendigkeit, fest angestellte Mitarbeiter einzustellen, was die Finanzplanung erheblich vereinfacht.

1.5 Gründer

Die beiden Gründer, Marek R. und Christian Ullrich, verfügen sowohl über betriebswirtschaftliche als auch branchenspezifische Kenntnisse, um das Unternehmen zum Erfolg zu führen. Ein weitverzweigtes Partnernetz bietet vielfältige Unterstützung.

1.6 Finanzplanung

Der Kapitalbedarf ist durch die Konzentration auf das Kerngeschäft und das weitgehende Outsourcing aller anderen Unternehmensbereiche relativ gering. Durch die vollständige Vermeidung von Investitionen und das vollständige Leasen aller benötigten Leistungen liegt eine übersichtliche Unternehmenslage vor, wobei der Bedarf nach zusätzlichem Kapital frühzeitig erkennbar ist. Im vierten Geschäftsjahr ist nach Tilgung des Gesellschafterdarlehens mit einer erstmaligen Gewinnausschüttung an die Gründer zu rechnen.

2 Dienstleistung

2.1 Die Idee: Integrative Gestaltung regionaler touristischer Angebote

Das Angebot umfasst eine individuell zusammengestellte Ein- oder Mehrtagestour.

In den Touren werden verschiedene Aktivitäten integriert. Die Aktivitäten können einen kulturellen, sportlichen oder ereignisorientierten Charakter haben. Beispiele wären eine Kanutour, ein Reitausflug, eine Kletterwand oder ein Seilgarten. Diese werden vor Ort ausschließlich von erfahrenen Partnern betreut.

Die Touren sind darauf abgestimmt, in Gruppen unternommen zu werden. Insbesondere Elemente mit gemeinsamer Unterstützung stehen im Vordergrund; damit wird die gesamte Tour auf den Gruppencharakter abgestimmt. Es geht demnach nicht um Wandertouren für Einzelpersonen, sondern vielmehr um Abenteuertouren für Gruppen mit mindestens zwei Personen. Das Besondere ist also die Notwendigkeit der gegenseitigen Unterstützung innerhalb der Gruppen.

Weiterhin einmalig ist die selbständige Führung der Gruppe. Diese wird nicht von einem externen Gruppenleiter begleitet; vielmehr erhält die Gruppe ein Tablet von uns, um sich selbst zu orientieren. Wie diese Gruppe ihn einsetzt und wer ihn bedient, bleibt der Gruppe überlassen.

Durch den naturnahen Charakter wird auf eine nachhaltige Umsetzung geachtet und damit eine übermäßige Belastung der Umwelt vermieden.

Für Geschäftskunden wie Unternehmen, Behörden oder Schulklassen werden Trainings zur Bildung und Weiterentwicklung von Teams angeboten. Dabei wird die Gruppe von einem sogenannten Teamtrainer begleitet, der sie durch integrierte Seminare aktiv unterstützt.

2.2 Die Innovation: Mehr Abwechslung bei geringerem Planungsaufwand

Die Idee entstand im Rahmen des Businessplan-Seminars bei Frau Prof. Dr. Jacobsen an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) mit dem Ziel, den regionalen Tourismus in Brandenburg attraktiver zu gestalten. Durch die Kombination der Erfahrungen und Ideen der beiden Gründer ist das nachfolgende Konzept entstanden.

Dies ist die konsequente Weiterentwicklung durch die Kombination bestehender Angebote. Es wird zwar kein neuer Markt geschaffen, dafür wird der bestehende intelligent erweitert. Die Angebote für Privat- und Geschäftskunden dienen eher dazu, neue Zielgruppen anzusprechen und sie für einen Aufenthalt in der Region zu gewinnen.

Der Individualtourismus beginnt gerade erst in Erscheinung zu treten. Langfristig wird ein erheblicher Teil des Tourismus in einen solchen umgestaltet. Die großen Reiseveranstalter sind mit dieser Situation bislang völlig überfordert. In diese sich zusehends auf tuende Marktlücke springen immer mehr kleine spezialisierte Anbieter.

Auf der anderen Seite krankt der regionale Tourismus, gerade in dünn besiedelten Bundesländern, an mangelnder Integration der verschiedenen Angebote. Touristische Attraktionen werden einzeln und mit wenig Abstimmung angeboten; ein einheitliches Buchungsportal ist uns nicht bekannt. Die Tourismusverbände versuchen, gegenzusteuern, schaffen dies jedoch aufgrund ihrer zentralistischen Herangehensweise auch nicht wirklich. Dazu kommen die mangelnde betriebswirtschaftliche Ausrichtung der einzelnen Anbieter sowie die Übersubventionierung der gesamten Branche.

Angebote wie Bergsteiger-Touren, Rafting-Ausflüge oder Fallschirmspringen existieren bereits. Die Innovation besteht in der Integration dieser verschiedenen Aktivitäten in einer Tour. Durch diese sind mehrere Aktivitäten im selben Zeitraum möglich und organisatorische Hürden überwunden.

Allen Touren ist die alleinige Begehung mit Hilfe des Tablets gemein. Darauf werden nicht nur grundlegende Informationen wie die aktuelle Position, die zurückgelegte Strecke, die Route und Ähnliches angezeigt, sondern vielmehr Informationen zur Landschaft, zu besonderen kulturellen Sehenswürdigkeiten oder zu historischen Aspekten der Region mitgeteilt. Auch wenn die Tour von einem Trainer begleitet wird, führt sich die Gruppe immer noch selbständig mit Hilfe des Tablets.

Die Kunden planen die Tour am Computer, wobei unsere Dienstleistung in der Planung und Vorbereitung der einzelnen Elemente besteht. Insbesondere die einzelnen Aktivitäten sowie die Übernachtungsmöglichkeiten werden mit den lokalen Anbietern abgestimmt und geplant. Unternehmenskunden werden zudem umfassend betreut. Dies beginnt mit der Beratung zur Zusammenstellung der Tour. Die gewünschten Schwerpunkte des Kunden werden in einer eingehenden Beratung aufgegriffen und bei der Planung berücksichtigt, wobei die Teamtrainer über den gesamten Prozess hinweg beteiligt werden.

Das Geschäftsmodell wird in sich weiter ausgebaut, das heißt, durch weitere Kombinationsmöglichkeiten ergänzt; es erfolgt jedoch keine Ausweitung des Geschäftsfeldes.

2.3 Startvorbereitungen

Für die Realisierung sind umfangreiche Marktrecherchen zu möglichen Aktivitäten in der Region notwendig, damit zum Marktstart hinreichend viele zur Auswahl stehen. Dabei ist zu beachten, dass die Anzahl stetig steigen wird, um Bestandskunden auch neue Möglichkeiten bieten zu können. Damit steigt auch die regionale Dichte der Angebote, sodass potenziell kürzere Strecken zwischen den Aktivitäten zurückzulegen sind.

Es werden sich verschiedene Problemfelder zeigen, wobei zwei zu erwarten sind: Das Finden und Halten zuverlässiger Partner sowie das Gewinnen von Neukunden.

Partnern werden die Vorteile der Vernetzung aufgezeigt, die höhere Gewinne ermöglichen. Es wird sicherlich auch zu Problemen mit diesen kommen, wobei durch umfassendes Qualitätsmanagement darauf geachtet wird, dass nur zuverlässige Partner beteiligt bleiben. Damit wird den Kunden jederzeit eine optimale Leistung geboten.

Neukunden müssen durch breit aufgestellte Werbekampagnen gewonnen werden. Insbesondere im Geschäftskundenbereich werden umfangreiche Informationsveranstaltungen eingeplant.

Durch integrierte Feedback-Prozesse wird es uns ermöglicht, die Leistungen jederzeit zu evaluieren und anzupassen. Die Kundenzufriedenheit ist oberstes Ziel; insofern werden bei Problemen Rabatte gewährt.

Der Vorteil der Idee und der beiden nachfolgend genannten Geschäftsfelder besteht im Fehlen von Lizenzrechten oder ähnlichen rechtlichen Voraussetzungen; somit verfügen wir über “freedom to operate”.

2.4 Geschäftsfelder

Es lassen sich verschiedene Zielgruppen ausmachen; diese lassen sich grob wie folgt klassifizieren:

Jede Zielgruppe erhält auf sie abgestimmte Touren, die sich jedoch individuell anpassen lassen. Somit wird dem Sachverhalt Rechnung getragen, dass nicht jeder Kunde in eine Kategorie eingeordnet werden kann.

2.4.1 Privatkunden

Das Kundenprofil im regionalen Tourismus ist gut analysiert. In der Regel sind es verschiedene Altersgruppen, die einen Ein- oder Mehrtagesausflug unternehmen. Die Wünsche und Anforderungen sind dabei relativ abzuschätzen. Die meisten Kunden wissen, was sie möchten, und planen danach ihren Aufenthalt. Ein Beispiel sind z.B. Wanderer oder Radfahrer. In der Regel wollen diese einen sportlich orientierten Aufenthalt mit ein bis zwei Übernachtungen verbringen. Dabei sind regelmäßige Stopps zur Verpflegung und zur kulturellen Bildung gewünscht. Diese Kunden kommen überwiegend aus allen sozialen Schichten.

Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Mittelklasse, die über höhere Bildung und ein regelmäßiges Einkommen verfügt. Sozial schwache Kunden legen in der Regel weniger Wert auf Sport und Natur. Reichere Kunden ziehen dann eher andere Regionen vor, da der regionale Tourismus bei ihnen zu provinziell und rustikal wahrgenommen wird. Von vielen Kunden werden eine bessere Planbarkeit, mehr Informationen und eine stärkere Integration gewünscht. Auch die Infrastruktur ist immer wieder Anlass für Kritik, sieht die öffentliche Hand bei dieser doch immer mehr Einsparpotenzial, was dem Tourismus direkt schadet. Viele Kunden kennen keine geeigneten Informationsmedien zur Vorbereitung auf ihren Aufenthalt. Gerade das Internet sollte aus Kundensicht verstärkt zur Planung genutzt werden können. Wichtig für die Kunden des regionalen Tourismus ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, das bei der Urlaubsplanung maßgeblich ist. Dabei wird auf Luxus verzichtet und die Erfahrung steht im Vordergrund. Somit ist auch die Transparenz der Preisgestaltung enorm wichtig.

2.4.1.1 Derzeitige Situation

In Brandenburg gibt es derzeit zahlreiche kleinere touristische Attraktionen. Viele dieser Möglichkeiten bieten ein breites Spektrum an Aktivitäten. Diese haben jedoch gemeinsam, dass eine gewisse Integration fehlt. Die einzelnen Betriebe arbeiten voneinander abgekoppelt. Sie betreiben die Angebote entweder neben dem Kerngeschäft (z.B. Ferien auf dem Bauernhof) oder subventioniert durch den Staat (z.B. Klettergarten in Brandenburg).

Zudem ist die allgemeine wirtschaftliche Lage in einigen Regionen so schlecht, dass sich der Markteintritt für neue Anbieter nur mit hohen Subventionen lohnt. Da dies für ein Unternehmen jedoch selten eine langfristige Perspektive sein kann, wird der Markt nicht weiterhin berücksichtigt.

Die Tourismusverbände versuchen halbwegs, einen Überbau und ein Image zu etablieren, was jedoch nicht wirklich funktioniert, zumal es gemeinsame Webportale zur Information und Kommunikation mit den Kunden fehlt.

2.4.1.2 Unsere Lösung

Die Kunden des regionalen Tourismus wünschen bessere Buchungsmöglichkeiten, zusammengefasste Informationen, eine Kombination der bestehenden Angebote sowie einen einheitlichen Ansprechpartner wie bei den großen Reiseveranstaltern.

Unser Angebot schafft keine neuen Attraktionen, kombiniert aber die bestehenden in einer Form, die es leicht und zugleich spannend macht, einen mehrtägigen Aufenthalt in der Region Brandenburg zu verbringen.

Es unterscheidet sich dabei unter anderem zweierlei Hinsicht: Erstens lassen sich unsere Touren kurzfristiger planen und günstiger umsetzen. Zweitens wird darauf zurückgegriffen, dass Gruppen aus Familien, Freunden, Arbeitskollegen etc. bereits bestehen und gemeinsam verreisen möchten.

Der Kunde erhält einen spannenden individuellen Ausflug mit den verschiedensten Elementen. Er hat sich nicht mit verschiedenen Anbietern herumzuschlagen und verfügt über einen Ansprechpartner für die gesamte Tour. Diese besitzt einzigartige “standardisierte Individualität” in einem “Rundum-Sorglos-Paket” bei einer Gruppenexkursion, die sonst nur bei Pauschalreisen ins Ausland anzutreffen ist. Auch der Einsatz von Tablets als modernes Führungsmittel wurde bislang nicht bei naturnahen Gruppenexkursionen umgesetzt.

Dabei bleibt die körperliche und psychische Beanspruchung planbar. Die Touren können familiären Charakter haben, wobei z.B. zwei Familien einen Zeltausflug und eine Bootsfahrt unternehmen. Auf der anderen Seite können aber auch Touren mit hoher körperlicher Ertüchtigung geplant werden. Dabei wird die Tour über mehrere Tage zu Fuß zurückgelegt und beispielsweise wird ein Abschnitt mit einem selbst gebauten Floß zurückgelegt. Bei diesen Touren werden auch vorgegebene Routen angeboten, die einen durchgehend wettkampfähnlichen Charakter haben. Dabei dürfen sich die Gruppen anschließend in eine Wettkampfliste eintragen.

Ein Nachteil unserer Umsetzung ist die höheren Kosten des Gesamtpakets. Durch die klare und eindeutige Vermittlung an die Kunden ist es nicht möglich (und eben nicht gewünscht), dass diese verschleiert werden. Durch die ehrliche Vermittlung der zusätzlichen Kosten sowie des zusätzlichen Nutzens kann jeder Kunde für sich entscheiden, ob diese gerechtfertigt sind.

2.4.2 Geschäftskunden

Die Nutzerprofile der Personalentwicklung sind sehr unterschiedlich. So können diese aus den verschiedensten Branchen kommen, unterschiedlichster Größe sein und somit auch sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben, aber analysierbar und damit berechenbar sein. Wichtig ist eine eingehende Analyse des einzelnen Kunden sowie seiner Wünsche und Ziele. Dabei ist auch auf die finanziellen Möglichkeiten zu achten. Falsch positionierte Angebote können schnell abschrecken. Gemein ist der Wunsch der Kunden nach einer besseren Zusammenarbeit unter den teilnehmenden Personen. Wenn diese im Unternehmen aus einer Abteilung ein Team bilden sollen oder ein gemeinsames Projekt betreuen müssen, ist der Wunsch nach guter Zusammenarbeit nachvollziehbar; er dient direkt den Unternehmenszielen. Prinzipiell haben Unternehmen einen größeren finanziellen Spielraum als Privatkunden. Entscheidend ist aber immer die Qualität des Angebots; nur wenn diese stimmt, ist der Preis einer Leistung gerechtfertigt, egal, wie hoch jener am Ende ist.

2.4.2.1 Derzeitige Situation

Wenige Personalagenturen bieten Leistungen, die unseren ähnlich sind. Diese Touren, insbesondere solche mit Hilfe eines Tablets, werden bereits in Großstädten angeboten. Dann sind es meist Ein-Tages-Rallyes im Stil einer Schnitzeljagd. Diese werden häufig als Incentive-Veranstaltung genutzt. Ein Unterschied besteht auch darin, dass diesen Touren fast ausnahmslos der sportliche Charakter fehlt.

Auf der anderen Seite setzen Unternehmen auf Best Practices in der Personalentwicklung. Dabei haben sie zuweilen Angst, Neues auszuprobieren. Dazu kommt, dass der Markt ebenfalls sehr fragmentiert ist und der Wunsch nach einer Geschäftsfelderweiterung nur gering ausgeprägt ist.

2.4.2.2 Unsere Lösung

Unternehmenskunden müssen in Zukunft nicht mehr zwischen Incentive-Veranstaltungen, Betriebsausflügen und Personalentwicklung wählen, sondern können alle drei Aspekte in einer kombinierten Tour vereinen.

Unser Angebot ist eine Weiterentwicklung, da es eine Kombination aus Teamarbeit, Unterstützung durch das Tablet und naturnahe Betätigung bietet. Es ist zudem deutlich stärker auf die langfristige Teambildung ausgerichtet. Neben dem Kennenlernen soll der Charakter der Teambildung im Vordergrund stehen.

Veranstaltungen zur Personalentwicklung sind durch ihre aktive Gestaltung von nun an endlich spannend, abwechslungsreich und sportlich-ambitioniert.

Die Zielgruppe umfasst sowohl Unternehmen und Behörden als auch Vereine und Schulklassen. Dabei ist die Begleitung durch qualifizierte Teamtrainer vorgesehen, die die Gruppen begleiten und Gruppendynamik sowie -kommunikation analysieren. Der Trainer führt zum einen integrierte Elemente mit den Teilnehmern durch, z.B. abendliche Gesprächsrunden, zum anderen können ausführliche Analysen zum Verhalten des Teams und seiner Mitglieder angefertigt werden.

Ähnlich sind auch die von der Bundeswehr ausgewählten Unternehmen angebotenen Lehrübungen. Bei diesen wird Unternehmen angeboten, die Bundeswehr für eine Woche kennenzulernen, oft in einer Ausbildungssituation im “Biwak” (Zeltlager). Diese werden für ausgewählte Industrieunternehmen und in der Regel nur dem höheren Management angeboten.

2.5 Komponenten und Verfahren

Der Kunde stellt seine Tour individuell am Computer zusammen, ggf. ergänzt durch unsere Beratung.

2.5.1 Information und Beratung

Bei Interesse an unserer Leistung sind eine selbstständige Information des Kunden sowie eine Beratung durch uns zu erwarten. Zum einen bietet unsere Webseite zahlreiche Informationen zu Leistungen, Bestandteilen und Preisen; zum anderen werden insbesondere B2B-Kunden im Vorhinein eingehend beraten. Dabei werden Ziele, die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer sowie Interessenschwerpunkte behandelt. Diese Beratung erfolgt insbesondere durch die persönliche Betreuung seitens der beteiligten Personalagenturen.

2.5.2 Auswahl am Computer

Der erste Schritt ist die Vorbereitung am Computer. Über unsere Webseite sind alle Bestandteile kombinierbar. Dabei wählt der Kunde nach seinen Vorlieben die passenden Elemente aus, wobei ihm jederzeit die veranschlagte Dauer und die Reiseroute angezeigt werden. Nach Abschluss der Tourplanung bucht er die Reise verbindlich und bezahlt sie sofort über das Online-Bezahlsystem.

2.5.3 Begehung der Tour mit Hilfe des Tablets

Am gewünschten Termin wird die Tour durchgeführt. Da diese an einem bestimmten Ort mit einer Aktivität oder einem zurückzulegenden Weg beginnt, muss auch die Anreise geplant werden. In der Regel reisen die Teilnehmer selbständig mit dem Auto oder dem ÖPNV an. Am vereinbarten Treffpunkt wird das Team eingewiesen und die notwendige Ausrüstung übergeben.

Die Software der Tablets führt die Gruppe vollständig durch die gewählte Tour, wobei Informationen und Hilfen zu den Aktivitäten abrufbar sind. Zusätzlich können der Gruppe Rätsel und Aufgaben gestellt werden, was insbesondere für Geschäftskunden interessant ist, bei denen mehrere Teams gegeneinander antreten.

2.5.3.1 Fortbewegung

Entscheidend ist die Wahl des Fortbewegungsmittels zwischen den einzelnen Aktivitäten, wobei auch hier der naturnahe Charakter im Vordergrund steht. Da die Realisierung im ländlichen Raum erfolgt, wo durchaus Strecken zurückgelegt werden müssen, muss dieser Umstand gesondert berücksichtigt werden. Beispiele für die Fortbewegung wären zu Fuß, per Fahrrad, auf dem Pferd oder mit dem Boot.

2.5.3.2 Aktivitäten

Bei den Aktivitäten handelt es sich um die einzelnen Gruppenaktivitäten während der Tour. Sie werden von den lokalen Partnern in der Region durchgeführt.

2.5.3.3 Unterstützung durch Teamtrainer

Die für Unternehmen und die öffentliche Hand angebotenen Trainings unterstützen aktiv beim Aufbau von Teams und bei deren Verhalten. Sie dienen der Beobachtung und Analyse des Gruppenverhaltens, wobei sowohl während der Tour als auch im Anschluss ausführliches Feedback gegeben wird.

Dabei werden die Teamtrainer ebenso wie die Aktivitäten von Partnern durchgeführt. Da bereits zahlreiche Personalagenturen Teamtrainings durchführen, wäre es mühsam in diesen Markt gänzlich einzusteigen. Es wird vielmehr die Kombination aus bestehenden Aktivitäten in der regionalen Natur und bestehenden Teamtrainings angeboten.

3 Markt und Wettbewerb

3.1 Allgemein: Gemeinsame Aspekte der Geschäftsfelder

3.1.1 Besonderheiten des Marktes und der Zielgruppen

Das Angebot umfasst grundsätzlich zwei unterschiedliche Branchen. Zum einen das Privatkundengeschäft im regionalen Tourismus. Durch die Kombination bestehender Angebote wird eine neue Leistung geschaffen, die sich jedoch weiterhin aus den Elementen der lokalen Freizeitanbieter zusammensetzt. Zum anderen liegen die teambildenden Touren im Bereich der Personalberatung und -weiterbildung. Hierbei sind die Besonderheiten dieser Branchen zu beachten.

Da wir sowohl als Reiseveranstalter als auch als Reisebüro auftreten, muss eine spezielle Gewerbeanmeldung erfolgen.

3.1.2 Wettbewerbsstrategie und Zielkundengruppen

Durch die Schaffung einer neuen, qualitativ hochwertigen Leistung wird sowohl bei Privat- als auch bei Geschäftskunden eine Strategie der Qualitätsführerschaft verfolgt. Da die Partner auch weiterhin ihre Leistungen individuell anbieten, wird der Vorteil unseres Gesamtpakets deutlich hervorgehoben. Durch unsere Präsenz in der regionalen Natur können wir automatisch neue lokale Kundengruppen gewinnen. Eine Preisführerschaft dürfte aufgrund der weiterhin bestehenden Angebote der Partner nicht möglich sein.

Durch die Reduzierung fixer Kosten und den variablen Einkauf von Aktivitäten ist eine Profitabilität bereits mit relativ wenigen Kunden möglich.

Die Profitabilität hängt in erster Linie von der Annahme des Kunden ab. Wenn sich die Vorteile und der Spaß durch die Nutzung des Tablets herumsprechen, ist das relativ schnell möglich. Entscheidend ist die konzentrierte Werbung zur Bekanntmachung der Leistung. Wenn erst einmal einzelne Unternehmen mit einer durch Teamtrainer unterstützten Tour zufrieden sind und sich die Vorteile herumsprechen, ist eine profitable Bewegung am Markt möglich.

Es wird relativ schnell erkennbar sein, ob das Angebot vom Markt angenommen wird und unser neu gegründetes Unternehmen damit eine Zukunft hat. Insbesondere durch das Feedback der Kunden wird sich herausstellen, ob die integrierte Leistung sinnvoll ist oder ob die Kunden die Vorteile nicht als besonders herausragend empfinden.

Aufgrund des frühen Planungsstands sind derzeit noch keine Kundenbeispiele oder Referenzkunden vorzuweisen. Jedoch wird die Konzentration auf Privatkunden und kleine bis mittlere Unternehmen eine geringere Abhängigkeit von Großkunden mit sich bringen.

3.2 Privatkunden: Regionaler Individualtourismus

3.2.1 Marktanalyse

Mit 10,2 Millionen Übernachtungen bei 71.000 Betten im Jahr 2010 zeigt der Tourismusmarkt in Brandenburg enormes Potenzial. Insbesondere im sogenannten Speckgürtel Berlins liegen viele touristische Angebote, die Kurzurlauber in die Region hineinbringen. Der Markt des regionalen Tourismus wächst seit Jahren, insbesondere aufgrund der stetigen Verbesserung der Infrastruktur und des zunehmenden Erkennens der Natur als Urlaubsort. Gerade diese wird von Menschen als Ort der Erholung erkannt. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage Brandenburgs ist der Tourismus jedoch weiterhin stark von staatlicher Unterstützung abhängig. Insbesondere die Subventionierung ganzer Tourismusbetriebe ist eher marktschädigend, da sie den Wettbewerb verzerrt.

Wichtig im Tourismus ist das konsequente Beobachten der Kundenbedürfnisse. Gerade in den letzten Jahren begannen sich die Anforderungen der Branche grundlegend zu ändern. Aufgrund der Nachfrage nach individuellen Reisen fernab des Pauschaltourismus müssen sich die Anbieter touristischer Attraktionen auf eine individuellere Kundenbefriedigung einstellen. Gerade im lokalen Tourismus ist das Marketing nur sehr schwach ausgeprägt. Entscheidend ist die konsequente und einheitliche Vermarktung.

Es bestehen einige Markteintrittsbarrieren: Zum einen dürfte es schwierig sein, den potenziellen Partnern die Vorteile einer Partnerschaft zu verkaufen. Jene werden nicht ohne Weiteres eine Kooperation anstreben, zumal gerade bei den Betrieben, die die touristischen Attraktionen als Nebenerwerb betreiben, die kommerzielle Ausrichtung fehlt. Durch das Aufzeigen der Vorteile einer Kooperation sollten die Partner jedoch überzeugt werden können. Zum anderen müssen auch die Kunden von den Vorteilen einer “aus einer Hand” gebuchten Tour überzeugt werden. Hier müssen die Vorteile der organisierten Tour gegenüber dem selbst durchgeführten Ausflug deutlich gemacht werden.

3.2.2 Markt- und Umsatzpotenzial

Der Tourismus ist seit jeher stark konjunkturabhängig. Wenn die Bevölkerung das Gefühl einer vorhandenen oder drohenden Rezession heimkehrt, wird oftmals zuerst der Urlaub gestrichen. Wenn die Konjunktur gut läuft, wird auch gerne teuer verreist, teilweise sogar auf Pump.

Der regionale Tourismus ist jedoch anderen Marktgesetzen unterworfen. Es wird beobachtet, dass bei schlechter wirtschaftlicher Lage die Menschen eher einen günstigeren Wochenendausflug in die Region unternehmen als eine Flugreise. Diese Alternative hat in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs erfahren.

Auf der anderen Seite ist die Nachfrage nach durchorganisierten Pauschalreisen, auch in entfernte Länder, ungebrochen. Parallel dazu entwickelt sich der neue Zweig der Individualreisen. Dabei werden Reisen selbst zusammengestellt, entweder über einen Reiseveranstalter oder ein (Online-)Reisebüro.

Das Problem in Brandenburg ist, dass viele Leute beispielsweise eine Radtour unternehmen und diese vollständig in Eigenregie machen. Dabei wird also gerade nicht auf regionale Angebote zurückgegriffen. Dies hat verschiedene Ursachen; zum einen sind die unterschiedlichen Angebote häufig völlig unbekannt. Durch das Fehlen eines gemeinsamen Marktauftritts, zumindest eines gemeinsamen Informations- und Buchungsportals im Internet, ist es teilweise sogar unmöglich, sich über die verschiedenen Angebote aus einer Hand zu informieren. Derzeit informieren die einzelnen Anbieter über die unterschiedlichsten Kommunikationskanäle. Dabei ist das Marketing- und Werbebudget oft so gering, dass weder die Zielgruppe identifiziert werden kann noch auf sie abgestimmte Werbemaßnahmen umgesetzt werden.

Besonders im regionalen Tourismus hängt das Wachstum vom weiteren Ausbau der Infrastruktur ab, was wiederum nur in einem investitionsfreundlichen Klima möglich ist. Nur dann können weitere Anbieter touristische Attraktionen anbieten und wir können diese als Partner einbinden. Seit Jahren wird ein stetiger Anstieg des regionalen Tourismus erwartet. Kenner der Branche sprechen seit Jahren von einem Inlandsboom des Tourismus.

Insofern besteht ein deutliches Marktpotenzial für den regionalen Tourismus, was uns ermutigt, die Idee umzusetzen. Innerhalb der ersten drei Jahre der Umsetzung ist das Ziel, den Betrieb des Geschäftszweigs rentabel zu machen; anschließend geht es um die Steigerung des Marktanteils. Dabei ist es wichtig, dass keine Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten entsteht, sondern vielmehr eine Erweiterung. Demnach lässt sich der Marktanteil auch nicht herkömmlich messen. Vielmehr geht es um die Steigerung des Anteils unserer Kunden bei den Aktivitätenanbietern.

3.2.3 Wettbewerbsanalyse

Der regionale Tourismusmarkt ist stark zersplittert, wobei es nur sehr wenige Unternehmen gibt, die mehrere Angebote an verschiedenen Orten anbieten. Auch die großen Reiseveranstalter bemühen sich sehr wenig um diesen Markt. Dies hat zum einen damit zu tun, dass der regionale Tourismus von vielen weiterhin als provinziell und unprofessionell betrachtet wird. Zum anderen sind auch das bereits erwähnte mangelnde Marketing und die Eigenschaft als Zweitumsatzquelle ausschlaggebend.

Diejenigen unter den regionalen Tourismus-Anbietern, die das Angebot professionell als primäres Geschäftsfeld betrachten, versuchen bereits verschiedenste Personengruppen anzusprechen. Darunter sind in der Regel Privatkunden zu verstehen, die einen Aufenthalt in der Region planen. Dabei sind Familien, Rentner, Berufstätige und Sportler inbegriffen, also im Prinzip alle Menschen auf der Suche nach Erholung.

Die meisten Anbieter folgen damit einer Marketingstrategie, die sich aus der Abschöpfung des Kundenpotenzials, der Konzentration auf wenige Kernkompetenzen und der fehlenden Marktentwicklung zusammensetzt. Die Kunden nutzen die Angebote teils einmalig, teils wiederholt, wobei sich die Kundenbindung weiterhin als sehr schwierig erweist. Dies liegt nicht zuletzt am unterentwickelten Marketing der Anbieter. Aufgrund der teilweise sehr starken Häufung bestimmter Angebote, beispielsweise genannt wären an dieser Stelle Kletterparks, sind die Marktanteile der entsprechenden Anbieter gering. Dies ist für uns aber kein Nachteil; vielmehr bietet die geografische Verteilung die größtmögliche Kombinationsvielfalt der Angebote in einer Tour.

Gerade die regionalen touristischen Anbieter arbeiten häufig am Rande der Profitabilität. Anbieter mit dem primären Geschäftsfeld Tourismus können in den meisten Fällen nur mit enormen staatlichen Subventionen überleben. Dabei fließen diese nicht nur am Anfang, sondern auch über einen längeren Zeitraum während des laufenden Betriebs. Vielmehr werden diese bereits in der Geschäftsplanung und beim Aufbau fest eingeplant. Betriebe, die den Tourismus als Nebenerwerbsquelle sehen, arbeiten andererseits vielfach effizient. Da diese das Geschäftsfeld Tourismus nur nebenbei bedienen, ist auch die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung des Geschäfts nicht zwingend gegeben. Zudem sind die Investitionen häufig geringer, da das eigentliche Kerngeschäft bereits aufgebaut ist und viele Leistungen daraus erbracht werden können.

Mitbewerber werden zum einen alle nicht integrierten touristischen Anbieter sein, zum anderen jedoch insbesondere die eigenen Partner, da diese das Angebot weiterhin einzeln und identisch anbieten.

3.2.4 Differenzierung

In den letzten Jahren hat sich auch der regionale Individualtourismus verändert. Durch die stetigen Investitionen der öffentlichen Hand (insbesondere in den neuen Bundesländern in die Infrastruktur) entsteht neues Potenzial für die Kundengewinnung. Kombiniert mit dem Trend zur individuellen und dennoch professionellen Reise wünschen die Kunden auf sie abgestimmte Angebote. Im Privatkundengeschäft treten die genannte fehlende Integration und die fehlende einheitliche Strategie der bestehenden Angebote zutage. Hier kann also durch die geschickte Kombination der Bestehenden ein neues attraktives Angebot geschaffen werden.

Die Integration der verschiedenen Angebote sowie die Möglichkeit zur selbstständigen Führung im regionalen Tourismus sind bisher einmalig. Durch das integrierte Angebot der verschiedenen Anbieter und Leistungen im regionalen Raum bieten sich zwei entscheidende Vorteile:

Zum einen ist es mit unserer Leistung möglich, die unterschiedlichsten Angebote zu kombinieren, und zwar zeitlich wie organisatorisch perfekt abgestimmt. Für einen wöchentlichen Aufenthalt in der Region muss nicht mehr auf verschiedensten Webseiten gebucht, Reiseführer studiert und Informationen der einzelnen Anbieter sowie der Tourismusverbände eingeholt werden. Diese Arbeit ist bisher auch im regionalen Spektrum sehr mühsam, da die meisten Anbieter keine durchgehende Werbung betreiben, kein effizientes Marketing verfügen und die großen Reiseportale im Internet als Partner nicht nutzen.

Zum anderen verleiht unser Angebot der Reise in die Region einen abenteuerlichen Charakter. Im Unterschied zu den Einzelangeboten, die man weitgehend getrennt wahrnimmt, umfasst unser Angebot eine Vielfalt an Komponenten. Durch die selbstständige Zusammenstellung der Reise ist diese dennoch individuell an die eigenen Vorlieben anpassbar.

Der Wettbewerbsvorteil wird von Dauer sein. Zum einen vermögen die Partner keine konzertierende Initiative, um eine geeignete Alternative aufzubauen. Zum anderen ist für ein direktes Konkurrenzangebot, also eine Kopie unserer Idee, die Attraktivität des regionalen Tourismus schlichtweg zu gering.

3.2.5 Reaktion der Wettbewerber

Die Wettbewerber werden weiterhin versuchen, eine stärkere Integration der Angebote selbständig zu erreichen. Dies ist wie bisher über gemeinsame Buchungsportale im Internet, aber auch die stärkere Einbindung der Tourismusverbände zu erreichen.

Als Antwort auf diese Aktivitäten werden die Vorteile unseres Angebots hervorgehoben. Insbesondere die Kombination bei vollständiger Integration, die immer wieder hinzukommenden Aktivitäten und die Interaktivität mit dem Tablet stellen dabei Alleinstellungsmerkmale dar, die Einzelangebote nicht bieten können.

3.3 Geschäftskunden: Naturnahe Personaldienstleistungen

3.3.1 Marktanalyse

Der Personalentwicklungsmarkt wächst seit Jahren stetig. Praktisch alle größeren Unternehmen haben Personalentwicklungsprogramme aufgestellt. Anders sieht es bei kleinen und mittleren Unternehmen aus. Bei diesen ist das Personal mangels eigenständiger Abteilung meist “Chefsache”. Unterstützt werden gerade diese von Unternehmen und Instituten. Regional bilden hierbei die Großstädte einen Schwerpunkt. Berlin als aufstrebende Wirtschaftsmetropole ist gerade für Unternehmensneugründungen ein Anziehungspunkt. Jedes Unternehmen in Berlin ist ein potenzieller Kunde für Personaldienstleistungen. Die Branche unterlag in den letzten Jahren einigem Wandel. Insbesondere die Entwicklung neuer Konzepte zur Teambildung ist hier zu nennen. Wenn früher Gruppenseminare in stickigen Unterrichtsräumen mit Flip-Chart abgehalten wurden, stehen heute mehr Aktivitäten unter freiem Himmel an. Insbesondere wird die Zusammenarbeit der Teilnehmer gefördert und kontrolliert herbeigeführt.

Erfolgsentscheidend in der Personalentwicklung ist das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden. Unternehmen wünschen keine Standardangebote, sondern individuell auf sie abgestimmte Leistungen.

Ein vollständiger Markteintritt in die Personalentwicklung würde sich äußerst schwierig gestalten. Potenzielle Kunden mit Interesse an Personalentwicklung wären bereits von der Konkurrenz betreut. Da nach unserem Konzept aber mit Personalagenturen zusammen gearbeitet wird und die Touren somit auch bei den beteiligten Personalagenturen zu Umsatz führen, liegt die Schwelle für den Markteintritt deutlich niedriger. Weiterhin dürfte das Angebot einigen Zielgruppen, hier seien exemplarisch Schulklassen genannt, durchaus eine attraktive Alternative zu bestehenden Angeboten sein.

3.3.2 Markt- und Umsatzpotenzial

Die Nachfrage nach Personalentwicklung ist ungebrochen und es bestehen zahlreiche Angebote. Insbesondere die naturnahe Tour als Alternative zu bestehenden Personalentwicklungs-Lösungen ist entwicklungsreif.

Auch in diesem Bereich werden in konjunkturell schwierigen Zeiten die Kosten gedrückt, wodurch die Umsätze sinken. Somit werden Nachfrage-Schwankungen eingeplant. Durch den flexiblen externen Einkauf von Actions und die Zusammenarbeit mit den Personalagenturen ist eine flexible Anpassung möglich.

Somit besteht ein grundsätzliches Marktpotenzial für die naturnahe Personalentwicklung, was uns dazu bewegt, in dieses zweite Geschäftsfeld einzusteigen. Auch bei diesem ist der rentable Betrieb innerhalb von drei Jahren vorgesehen. Grundsätzlich sollte es den Personalagenturen und den selbständigen Teamtrainern egal sein, in welchem Rahmen sie ein Seminar durchführen. Somit bringen wir die regionalen Tourismuspartner und die Personalagenturen zusammen, um ein neues Angebot zu entwickeln. Hierbei ergibt sich der Marktanteil ebenfalls nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten, sondern vielmehr in deren Konkurrenz.

Die Konkurrenz ist alle bisherigen Konzepte zur Personalentwicklung; der Marktanteil besteht in den Aktivitäten mit uns, nicht im Gegensatz zu uns.

3.3.3 Wettbewerbsanalyse

Konkurrenten werden Unternehmen in der Personalentwicklung mit ähnlichen Angeboten konfrontieren. Speziell in diesem Bereich sind bereits Unternehmen mit tabletunterstützten Touren in Großstädten am Markt. Diese bieten Stadtrallys mit Unterstützung durch Teamtrainer an.

Einerseits sind größere Unternehmen, insbesondere in der Personalberatung, tätig. Andererseits sind zahlreiche mittelständische Unternehmen regional tätig, die Teamtrainings und -buildings anbieten. Im Bereich der Management- und Technologieberatung gibt es wenige überregional tätige Unternehmen.

Die regionalen Anbieter von Teamtrainings sprechen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen an. Dabei wird der Fokus auf Unternehmen mit kreativem Faktor gelegt. Ein Call-Center zeigt weniger Interesse an Personalentwicklung als beispielsweise eine Werbeagentur, bei der es besonders auf eine gute Zusammenarbeit ankommt. Damit folgen die Personalagenturen einer Marketingstrategie, die sich durch eine besondere Form des kreativlosen Angriffs, Segmentierung und geringe Produktentwicklung auszeichnet. Die Kunden sind durch eine eingegangene Kooperation nicht zwingend an eine Personalagentur gebunden, werden die Partnerschaft jedoch auch nicht ohne triftigen Grund aufgeben. Durch die Kooperation mit den Personalagenturen wird diese Beziehung nicht gestört, sondern vielmehr ausgebaut. Das Personalunternehmen kann eine weitere Differenzierung anbieten und der Kunde kann eine neue Form des Seminars beziehen.

3.3.4 Differenzierung

Der Einfluss motivierten Personals auf den Erfolg eines Unternehmens gewinnt zunehmend an Bedeutung, wodurch auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen stetig zunimmt. Die Branche der Personalentwicklung ist weniger auf Innovationen als darauf ausgelegt, einen hohen Anteil an Best Practices anzuwenden. Auf der anderen Seite stehen die Kunden Innovationen durchaus aufgeschlossen gegenüber. Aufgrund der Zersplitterung des Marktes ist es für diese jedoch schwierig, solche zu erkennen.

Bisherige Angebote der Personalentwicklung bieten ebenfalls Gruppenaktivitäten in Begleitung eines Teamtrainers an, die sich jedoch erheblich von unserer Idee unterscheiden. Insbesondere die Gruppenaktivitäten im Freien, eingebettet in konfigurierte Touren über einen bestimmten Zeitraum, heben dieses Konzept auf eine neue Entwicklungsstufe. Erst durch die längere Aktivität der Gruppe, insbesondere in stressigen Situationen, lässt sich das Gruppengefüge analysieren. Aufgrund des potenziell mehrtägigen Ablaufs kann der Gruppentrainer das Verhalten der Gruppenmitglieder eingehend untersuchen. Jener ist in der Gruppe sozusagen “embedded”.

Da die Tour in Absprache mit der betreuenden Personalberatung vom Kunden selbst geplant wird, sind auf die Gruppe optimal abgestimmte Aktivitäten möglich.

Im Bereich der professionellen Personalentwicklung sind Veranstaltungen in der Natur noch eher die Ausnahme. Es wird vielmehr auf Veranstaltungen in geschlossenen Räumen oder auf Stadttouren gesetzt. Bei Annahme unserer innovativen Leistung durch die Kunden werden mittelfristig Wettbewerber auf den Markt drängen. Insbesondere werden in anderen Regionen ähnliche Angebote entstehen, was die geografische Expansion beeinträchtigen könnte. Hierbei ist es wichtig, dass das Angebot möglichst schnell in den Versuchsräumen angenommen wird, um die regionale Ausweitung zu ermöglichen.

3.3.5 Reaktion der Wettbewerber

Die Personalagenturen werden versuchen, in ihren Teamtrainings noch mehr unterschiedliche Aktivitäten anzubieten, die ebenfalls einen naturnahen Charakter haben. Darauf wird mit der Betonung des breiteren Spektrums möglicher Aktivitäten, der besseren Integration sowie der vorhandenen Erfahrung und Professionalisierung bei naturnahen Trainings geantwortet werden.

4 Marketing und Vertrieb

Wir treten zum einen in den Markt für Reisen in die Region für Privatkunden und zum anderen in den Markt für Dienstleistungen in der Personalentwicklung für Geschäftskunden ein.

Oberstes Ziel der ersten Jahre ist eine starke Marktpräsenz und Bekanntheit sowohl bei Privat- als auch bei Geschäftskunden sowie bei den Partnern. Dabei ist nicht auf Super-Sonderangebote zu setzen, sondern auf eine bewusste Besetzung des mittleren Preissegments. Es wird die Besonderheit der Leistung hervorgehoben und beworben, wodurch die preisliche Positionierung gerechtfertigt wird.

Im gemeinsamen Markt für integrierte Gruppentouren mit Unterstützung für Tablets werden wir mittelfristig der einzige Anbieter sein. Doch bedeutet dies nicht, dass keine Konkurrenz besteht. Vielmehr konkurrieren andere Angebote mit unserem Angebot; zum Beispiel können Touren mit dem Tablet auch in der Stadt durchgeführt werden, und Gruppen können die einzelnen Aktivitäten ebenfalls getrennt buchen.

Somit ist eine Prognose der zukünftigen Marktanteile in beiden Marktsegmenten sehr schwierig. Es bleibt abzuwarten, welchen Anteil wir bei den einzelnen Anbietern an der Gesamtzahl der Buchungen haben und ob wir uns am Markt der Personaldienstleistungen etablieren können.

Es ist nicht vorgesehen, weitere Dienstleistungen als die bereits genannten zu erbringen. Zur Vermeidung von Investitionen ist eine Konzentration auf das Kerngeschäft vorgesehen.

4.1 Produktpolitik

Durch den innovativen Charakter des Angebots und die geringe Konkurrenz direkter Wettbewerber mit sehr ähnlicher Leistung erfolgt die Marktpositionierung klar über eine Differenzierungsstrategie. Der neue integrative Ansatz steht auch im Zentrum der Kommunikationsmaßnahmen und spiegelt sich in der Preisgestaltung wider.

4.1.1 Privatkunden

Nachdem Privatkunden durch Werbung auf unterschiedlichen Kanälen auf uns aufmerksam geworden sind, informieren sie sich auf unserer Webseite genauer über das Angebot. Dort werden Ihnen der Ablauf und die Konditionen detailliert erklärt. Bei weiteren Fragen ist eine Kontaktaufnahme per E-Mail oder telefonisch möglich. Dabei wird unsererseits darauf geachtet, dass so viele Fragen wie möglich durch die Beschreibung auf der Webseite beantwortet werden, um den Einsatz in unserem Backoffice gering zu halten. Bei einer Entscheidung für das Angebot wird die Tour interaktiv inklusive aller auf der Website angezeigten Komponenten zusammengestellt. Dabei werden die relevanten Informationen stetig aktualisiert, darunter Wegstrecke, Dauer und Preis. Anschließend wird die Tour gebucht und gleich bezahlt. Das Tablet kann zugesendet oder bei uns abgeholt werden. Nach Abschluss der Tour und der Heimkehr wird das Tablet zurückgesendet oder abgegeben und die Tour online bewertet.

Entscheidend ist die einfache Nutzung der Webseite und des Tablets. Diese beiden Faktoren müssen zu jedem Zeitpunkt berücksichtigt werden. Gerade eine Abhebung von bisherigen Reiseportalen hinsichtlich der Übersichtlichkeit und Funktionalität ist notwendig. Eine ähnlich einfache Benutzung wie bei den Produkten von Apple und Google ist anzustreben.

4.1.2 Geschäftskunden

Das Angebot für Unternehmen wird sowohl direkt von uns als auch über Personalagenturen vertrieben. In beiden Fällen erfolgt eine gemeinsame Leistungserstellung. Die Tour wird in Zusammenarbeit mit den Partnern von uns durchgeführt und geleitet, und die integrierten teambildenden Maßnahmen werden von einem Teamtrainer der jeweiligen Personalagentur durchgeführt. Das hat den Vorteil, dass eine bestehende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Personalagentur fortgeführt werden kann. Bei den Unternehmenskunden wird eine intensive Beratung durch die jeweils beteiligte Personalagentur geleistet. Diese achtet auf die Anpassung der Tour an die Bedürfnisse des Kunden sowie auf ein stimmiges Gesamtkonzept. Nach Abschluss wird die Tour ebenfalls vom Kunden und der Personalagentur bewertet.

Wichtig beim Angebot für Unternehmen ist die Abstimmung mit den Partnern. Gerade die Professionalität der gesamten Leistungskette sowie das Auftreten aller mit dem Kunden interagierenden Personen müssen streng überwacht werden. Zudem wird der Beratung große Bedeutung zugeschrieben. Die Kunden möchten stimmige, auf sie abgestimmte Lösungen erarbeitet haben und nicht Fertiggerichte vorgesetzt bekommen.

4.2 Preispolitik

Durch die Differenzierung der Leistung durch Innovation ist keine Preisführerschaft nötig. Dies wäre angesichts des Einkaufs der Vorleistungen ebenfalls nicht möglich. Vielmehr wird durch das neuartige Führungs- und Informationsmittel Tablet ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, das in diesem Einsatzszenario einmalig ist. Die Kunden wissen die Vorteile unserer Leistungen zu schätzen und kennen die Alternativen. Sie entscheiden sich aber bewusst für unser integriertes Konzept.

In dieses Konzept passt auch eine Skimming-Strategie. Es wäre zudem kontraproduktiv, insbesondere im Bereich der Geschäftskunden und angesichts des zerstückelten Marktes, eine Penetrationsstrategie zu verfolgen. Aufgrund des hohen Anteils variabler Kosten und der Aussicht auf eine eigenständige Kostensenkung durch den Einkauf der Gruppenaktivitäten bei den Partnern würde diese Strategie schnell zu finanziellen Problemen führen.

Der Endverkaufspreis einer Tour für Privatkunden ergibt sich aus den ausgewählten Aktivitäten und der Tourdauer. Der Endverkaufspreis setzt sich aus den variablen Kosten und einem fixen Kostenanteil pro Personentag zusammen. Die preisliche Gestaltung liege bei etwa 10 EUR pro Personentag. Damit liegen zwei Personen an zwei Tagen bei 40 EUR. Dies ist im Vergleich zu Ausgaben für Aktivitäten in Höhe von z.B. 140 EUR erreichbar. Wenn der Zusatznutzen durch die Integration verschiedener Angebote und die Navigation des Tablets entsteht, ist dies ein realistischer Preis.

Bei den Unternehmenskunden stellen entweder wir oder die Personalagentur die vollständige Rechnung aus, sodass der Kunde nur eine Rechnung erhält. In der Regel wird dies die Personalagentur bei Bestands- und Neukunden durchführen, und wir bei Kunden mit Bedarf an einem einmaligen Training. Bei den Geschäftskunden wird der Preis auf dieselbe Weise gebildet wie bei den Privatkunden. Zusätzlich wird natürlich der Teamtrainer berechnet. Zudem ist die Tagespauschale höher als bei Privatkunden. vorstellbar wären hier 50 EUR pro Personentag.

Ziel der Preisstrategie ist die ehrliche Berechnung des Zusatznutzens. Der Kunde soll die Vorteile unserer Lösung dargelegt bekommen und sich aktiv dafür entscheiden. Insbesondere den Privatkunden obliegt es, die Preise mit den Einzelangeboten der Anbieter von Gruppenaktivitäten zu vergleichen und unsere Vorteile mit dem damit verbundenen höheren Preis abzuwägen. Oberstes Ziel der Preispolitik ist die Transparenz.

4.3 Distributionspolitik

Die Webseite wird sich durch hohe Performance und intuitive Bedienung auszeichnen. Somit hebt sie sich deutlich von den diversen Reiseportalen im Internet ab und bietet bereits bei der Buchung der Tour ein Benutzererlebnis.

4.3.1 Privatkunden

Privatkunden werden primär über Werbung für den Besuch der Webseite geworben. Hierbei wird der relativ neue Online-Vertriebsweg mit klassischer Werbung kombiniert. Entscheidend ist dabei die richtige Wahl und Kombination klassischer Informationswege. Prinzipiell wird die Tour aber ausschließlich online gebucht. Der zusätzliche Nutzen von Offline-Buchungskapazitäten stünde in keinem Verhältnis zu deren Kosten, da hier mindestens eine Vollzeitkraft angestellt werden müsste, um das Telefon zu bedienen. Zudem ist es fraglich, ob die Buchung einer individuell zusammengestellten Reise telefonisch möglich wäre. Der Vertriebszyklus kann durchaus variieren. Wenn sich ein potenzieller Kunde einen Flyer, z.B. aus einem Fremdenverkehrsbüro, mitnimmt, kann er seine nächste Reise in die Region bei uns buchen. Dieser Zeitraum kann durchaus länger sein. Auf der anderen Seite wäre aber auch eine Buchung im Anschluss an eine Webrecherche denkbar. Hierbei wäre der Vertriebszyklus wesentlich kürzer.

4.3.2 Geschäftskunden

Geschäftskunden werden zum einen durch die Personalagenturen, zum anderen direkt durch uns auf das Angebot aufmerksam gemacht. Denkbar wären Werbekampagnen, die die Touren in den Mittelpunkt stellen und dabei mögliche Kooperationspartner anführen. Durch diese Pull-Werbestrategie können die Personalagenturen individuelle Angebote erstellen und wir legen uns nicht auf Einzelne fest.

Bei den Geschäftskunden wird der Vertriebszyklus der Leistungsbeziehung aufgrund einer umfangreicheren Planung verlängert.

4.4 Kommunikationspolitik

In der Kommunikation wird darauf geachtet, die Kundenbedürfnisse zu widerspiegeln. Dabei werden die Vorteile des integrierten Ausflugs aus einer Hand in den Vordergrund gestellt. Insbesondere das einfache Buchen und die transparente Preisgestaltung entsprechen dem zunehmend relevanten Bedarf an Transparenz. Auf der Webseite werden weitestgehend alle Fragen beantwortet. Die Geschäftskunden werden von den beteiligten Personalagenturen beraten.

Durch das selbstständige Buchen der Tour können alle Teilnehmer am Konfigurationsprozess beteiligt werden. Beim Angebot für Unternehmen entscheidet der zuständige Vorgesetzte über die Umsetzung der Veranstaltung. Dabei ist aber eine Kommunikation mit allen Beteiligten ebenso wichtig, um auch deren Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Der Vertrieb des Angebots erfolgt über mehrere Informationswege und -medien. Das breite Kundenspektrum gebietet eine ebenso breite Präsenz. Dabei wird auf die Einteilung in Ansprechgruppen geachtet. So werden junge, dynamische Sportler über das Internet und in entsprechenden Fachzeitschriften informiert, wohingegen zum Beispiel Urlauber mittleren Alters, die bereits Aktivitäten in der Region durchführen, z.B. in Zeitschriften des regionalen Tourismus informiert werden. In Frage kommen zum Beispiel Informationsblätter der Tourismusverbände oder Zeitschriften des regionalen Tourismus. Zudem werden die Partner Werbung für die Touren machen. Für Geschäftskunden sind insbesondere Anzeigenkampagnen vorgesehen. Zum einen in Fachzeitschriften der Personalbranche, zum anderen aber auch in branchenspezifische Zeitungen oder branchenübergreifende Publikationen mit breiter Streuung unter den Unternehmern.

Zufriedene Kunden werden gebeten, Referenzen für die Webseite abzugeben. Zudem werden ausgewählten Unternehmen die Touren anfangs mit Rabatt angeboten.

Die Neukundengewinnung ist, insbesondere am Anfang, oberstes Ziel. Der Vertrieb wird, wie auch alle anderen organisatorischen Bereiche unseres Unternehmens, insbesondere in den ersten beiden Jahren, von den Gründern betrieben.

4.5 Prognose

Anhand der Marktanalyse und der Marketingplanung lassen sich verschiedene Betriebsprognosen erstellen. Aufgrund der schwierig einzuschätzenden Wettbewerbssituation sind diese eher konservativ eingeschätzt. Als Grundlage dienen Vergleichsdaten der erwähnten Unternehmen, die Unternehmenskunden bereits ähnliche Dienstleistungen anbieten. Bei den Privatkunden dienen nicht repräsentative Umfragen bei verschiedenen Aktivitätenanbietern. Grundlage der Berechnung sowohl bei den Privat- als auch bei den Geschäftskunden sind die in Rechnung zu stellenden Personentage. Dabei werden durch die Umfragen die durchschnittliche Durchführungsdauer in Tagen sowie die durchschnittliche Anzahl an teilnehmenden Personen, also die Gruppengröße, veranschlagt. Gegen Ende des dritten Geschäftsjahres wird mit 210 Personentagen pro Quartal bei den Privatkunden und 443 bei den Geschäftskunden gerechnet. Multipliziert mit den oben genannten Preisen ergibt dies einen addierten Umsatz von 25284 EUR im letzten Quartal des dritten Geschäftsjahres. Detaillierte Tabellen finden sich im Anhang. Voraussetzung für das Eintreten dieser Prognosen ist eine ähnliche Branchenentwicklung wie in den vergangenen Jahren. Insbesondere eine von einigen Wirtschaftswissenschaftlern vorausgesagte Rezession würde die Entwicklung höchstwahrscheinlich negativ beeinflussen, da dann beide Kundengruppen ihren Konsum, bzw. ihre Investitionen ins Personal verringern würden.

5 Unternehmen und Organisation

5.1 Kooperationspartner

Entscheidend bei unserem Angebot, sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden, ist, dass die Bestandteile fast vollständig eingekauft werden und somit die Kombination der bestehenden Angebote die Innovation darstellt. Dies hat die Vorteile, dass bestehende Angebote aktiv eingebunden werden, keine zusätzliche Konkurrenz geschaffen wird, dennoch ein Mehrwert für den Kunden entsteht und dabei unsere Kosten und damit unser Risiko gering gehalten werden. Somit wird ein Angebot geschaffen, das durch die Integration bestehender einen Mehrwert bietet.

Sowohl die Buchungsanwendung auf der Webseite als auch die Anwendung auf den Tablets werden extern entwickelt. Durch das Bestehen von Angeboten mit ähnlichen Softwareanforderungen wird es möglich sein, jene zu entwickeln und sie über einen längerfristigen Leasingvertrag weiterzuentwickeln. Dabei wird die gesamte Qualitätssicherung der Anwendungen durch die betreuenden IT-Partner gewährleistet. Durch das Beziehen als Software-as-a-Service sind auch die Infrastrukturkosten auf den Zeitraum bis zur Gründung gleichmäßig verteilt.

5.2 Organisation

In den ersten drei Jahren wird das Unternehmen allein von den beiden Gründern geführt. Alle Aufgaben, die diese nicht ausführen können, werden an externe Auftragnehmer vergeben. Dadurch wird gewährleistet, dass sich alle Beteiligten auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können und unnötige Kosten vermieden werden.

Dabei können grundsätzlich alle Aufgaben von beiden Gründern wahrgenommen werden. Durch eine Konzentration auf Teilbereiche werden die Verantwortungsbereiche jedoch aufgeteilt. Marek R. übernimmt in dieser Aufteilung alle kreativen Aufgaben. Dazu zählen insbesondere die Partnergewinnung, das Marketing und die Kommunikation sowie die Weiterentwicklung des Geschäfts. Christian Ullrich nimmt alle Aufgaben des Tagesgeschäfts wahr. Darin enthalten sind Absprachen, die Koordination mit Partnern, Kunden und Auftragnehmern, das Controlling sowie die Koordination der Softwareentwicklung. Die beiden Gründer bringen mit ihren sich ergänzenden Erfahrungen in den Bereichen Tourismus, Personalentwicklung, IT und betriebswirtschaftlicher Unternehmensführung die Voraussetzungen für die Umsetzung der Idee mit.

Durch das weitestgehende Outsourcing aller Unternehmensbereiche, die nicht das Kerngeschäft betreffen, ist eine sehr schlanke Organisationsstruktur möglich. Wichtig dabei ist die kontinuierliche Kommunikation mit den Partnern sowie die Kommunikation untereinander.

5.3 Standort

Die Standortwahl bei der vorliegenden Idee ist deutlich wichtiger als bei anderen Gründungen. Für die notwendigen persönlichen Absprachen mit den Partnern ist eine zentrale Verkehrsanbindung erforderlich. Zudem ist der Zugang sowohl zu Privat- als auch zu Geschäftskunden entscheidend.

Die Länder Berlin und Brandenburg bieten hervorragende Bedingungen für die Gründung. Berlin ist eine aufstrebende Metropolregion, wohingegen Brandenburg eine unberührte Natur mit mehreren Naturparks bietet. Zudem sind die Gründerhilfen in Brandenburg deutschlandweit einmalig. Beide Gründer leben derzeit in Berlin und besuchen die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Aufgrund der Gründung als Nebentätigkeit nach dem Studium ist ein Verbleib in Berlin notwendig.

Diese Situation gebietet eine Unternehmensgründung in Potsdam. Die Stadt kombiniert die guten Bedingungen für eine Gründung in Brandenburg mit der Nähe zu Berlin, wo hinreichendes Kundenpotenzial besteht. Da in allen deutschen Metropolregionen sowohl zahlreiche Tourismus-Anbieter als auch Personalberater aktiv sind, ist die Konkurrenz um alternative Standorte vergleichsweise hoch. Die Infrastruktur am Standort ist hervorragend, verschiedene Verkehrsverbindungen, bringen einen ins ganze Bundesland. Die Kosten sind bei diesen Vorteilen geringer als in Berlin. Letztendlich ist durch eine Gründung in Potsdam auch die überaus wichtige Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden der Regionen und des Landes Brandenburg gewährleistet.

Statt eigener Büroräume wird das Unternehmen zumindest in den ersten drei Jahren von zu Hause aus geführt. Damit sparen die Gründer unnötige Büroräume, die ohnehin nicht ausgelastet wären. Als Gründungsadresse wird eine bestehende Bürogemeinschaft gewählt, die zugleich als ladungsfähige Anschrift dient.

5.4 Rechtsform

Die Wahl der passenden Rechtsform ist entscheidend für einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Expansionsmöglichkeiten und einfachen Verwaltungsvorschriften. Aufgrund des Wunsches der Gründer nach einer Kapitalgesellschaft und der einfacheren Vorschriften gegenüber einer Aktiengesellschaft wird als Rechtsform die Gesellschaft mit beschränkter Haftung gewählt. Somit können später auch weitere Geldgeber und Partner am Unternehmen beteiligt werden. Innerhalb der ersten drei Jahre ist keine Umwandlung geplant, und darüber hinaus werden keine überwiegenden Vorteile in einer anderen Rechtsform erwartet. Die beiden Gründer werden die geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens.

6 Personal

6.1 Gründer und Ziele

Die Gründungsmitglieder des Unternehmens sind Marek R. und Christian Ullrich.

Herr R. schließt demnächst das Studium der Kulturwissenschaften ab und verfügt aufgrund seiner beruflichen Erfahrung in einer Unternehmensberatung sowie seiner Tätigkeiten im Tourismus über hinreichende Kenntnisse der Branche. Durch Erfahrungen in der Ausbildung und Führung von Gruppen ist eine gute Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern gewährleistet. Betriebswirtschaftliche Grundlagen sind Bestandteil seines Studiums. Damit ist er für die kreative Führung des Unternehmens in Verbindung mit betriebswirtschaftlichem Denken prädestiniert.

Herr Ullrich ist Student der Internationalen Betriebswirtschaftslehre, hat während verschiedener Praktika erste Praxiserfahrungen gesammelt und verfügt durch seine Tätigkeit als IT-Berater neben dem Studium über einschlägige Kenntnisse in der Informationstechnologie. Diese Qualifikationen sprechen für Herrn Ullrich sowohl als betriebswirtschaftliche Seele als auch als IT-Koordinator.

Beide Gründungsmitglieder bringen mit ihren Fähigkeiten das benötigte Handwerkszeug für die Geschäftsidee mit und können das Unternehmen gemeinsam führen. Durch die Erstellung dieses Geschäftsplans haben sie die Fähigkeit zur gemeinsamen Lösungsentwicklung unter Beweis gestellt.

Herr R. und Herr Ullrich gehen während des Aufbaus des Unternehmens weiterhin ihrer selbständigen, bzw. abhängigen Beschäftigung nach. Somit ist der persönliche finanzielle Spielraum während der Planung und der Gründung gewährleistet. Eine flexible Zeiteinteilung bietet ausreichend Spielraum für die Aktivitäten der Gründung. Sobald der Einnahmeüberschuss eine hinreichende Größe erreicht, werden sich die Gründer vollständig auf die Weiterentwicklung des Unternehmens konzentrieren, wobei ein fließender Übergang möglich sein wird.

Das Ziel der Unternehmensgründung ist die Schaffung eines attraktiven Angebots im regionalen Tourismus durch eine bessere Integration bestehender Angebote. Die Gründer sehen in der erfolgreichen Umsetzung der Idee auch eine Möglichkeit, sich durch das Erreichen persönlicher Ziele selbst zu verwirklichen.

6.2 Personalplanung und Partnernetzwerk

Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft, die weitreichende Kooperation mit den Partnern und die konsequente Nutzung eingekaufter Lösungen kann in den ersten Jahren auf zusätzliches Personal verzichtet werden. Insbesondere Personal zur Administration, Disposition und zum Controlling ist damit nicht notwendig. Die Gründer werden sowohl das Tagesgeschäft als auch die Weiterentwicklung der Idee selbständig betreiben. Als Teamtrainer werden freiberufliche Kräfte geworben, und Personalagenturen werden insbesondere bei bestehenden Kooperationen mit Unternehmen eingebunden.

Somit besteht unser Partnernetz aus freiberuflichen Arbeitskräften, Personalagenturen und IT-Partnern. Die freiberuflichen Arbeitskräfte werden nach Bedarf für die bei uns angeforderten Leistungen engagiert. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit wird diese intensiviert.

7 Realisierungsfahrplan

7.1 Vor der Gründung

Die wichtigste Voraussetzung für die Umsetzung ist, weitere Marktrecherchen zu beiden Geschäftsfeldern durchzuführen. Insbesondere hinsichtlich der Qualität und Quantität möglicher Anbieter von Gruppenaktivitäten besteht weiterer Recherchebedarf. Erst wenn hinreichend viele Partner gefunden und Willenserklärungen zur Kooperation unterschrieben wurden, wird die Planung hinreichend konkret. Auch die Anfertigung der Pflichtenhefte der Softwareanwendungen sowie die konkreten Finanzierungsplanungen werden zu diesem Zeitpunkt erstellt. Ziel der vorangegangenen Planungen ist die Vermeidung unnötiger Kosten bei der Gründung. Insbesondere sollen Finanzierungen erst angestoßen werden, wenn die Planungen abgeschlossen sind.

7.2 Während der Gründung

Wenn die Vorausplanungen getroffen sind, ist das Gewerbe anzumelden und die Gesellschaft zu gründen. Zu diesem Zeitpunkt sollten alle Vorbereitungen getroffen werden, um nach deren Abschluss mit dem regulären Geschäftsbetrieb beginnen zu können. Wenn die Gesellschaft gegründet und die Finanzierung erfolgt ist, beginnt man, die Softwareanwendungen zu entwickeln. Dies wird aufgrund der bestehenden Lösungen voraussichtlich ein Dreivierteljahr dauern. Nach abschließenden Tests und Planungen kann der reguläre Geschäftsbetrieb nach einem Jahr aufgenommen werden. Dies hängt folglich direkt von der Entwicklung der Anwendungen ab. Somit ist es unabdingbar, dass der Zeitplan von den entwickelnden Software-Partnern eingehalten wird. Während der Softwareentwicklung werden die Verträge mit den Anbietern von Aktivitäten, den Personalagenturen sowie den freiberuflichen Teamtrainern abgeschlossen. Zudem werden weitere Partner nach dem Anlaufen des regulären Geschäftsbetriebs geworben.

7.3 Nach der Gründung

Während der ersten beiden Jahre des regulären Geschäftsbetriebes ist eines der wichtigsten Ziele, die Gewinnzone zu erreichen. Dies soll innerhalb von zwei Jahren nach der Gründung, und damit nach einem Jahr nach Aufnahme des regulären Geschäftsbetriebs, erreicht werden. Nur mit einem möglichst schnell erreichten Einnahmeüberschuss kann die Finanzierung abgelöst und weitere Geschäftspartner gewonnen werden. Zudem ist es wichtig für die Reputation des Unternehmens und der Gründer Gewinne vorweisen zu können. Auf der anderen Seite wird jedoch ein Notfallplan erstellt, falls die anfängliche Kundengewinnung länger dauert als geplant. Insbesondere der weitere Ausbau mit den Anbietern der Gruppenaktivitäten ist keine einmalige Prozedur, sondern ein andauernder Prozess. Ziel ist es, alle Aktivitätsanbieter in der Modellregion in die eigenen Touren integrieren zu können.

8 Chancen und Risiken

8.1 Chancen

Dank des integrativen Faktors ist eine breite Marktdurchsetzung möglich. Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis als sehr positiv wahrgenommen wird, wäre eine grundsätzliche Inanspruchnahme des Angebots bei Reisen in die Region denkbar. Entscheidend ist dabei auch die einfache und schnelle Bedienung der Webseite und des Tablets. Wenn diese beiden Anwendungen im Laufe der Umsetzung einen höheren Reifegrad erreichen, könnten sie sich als sinnvolle Möglichkeit zur Planung auch einfacherer Reisen (wie z.B. Fahrradtouren) als Mittel der Wahl durchsetzen. Auch eine Erweiterung der Tablet-Anwendung, z.B. durch die Möglichkeit zur Platzierung von Werbung, wäre denkbar. Letztendlich ist bei positiver Geschäftsentwicklung eine Ausweitung auf weitere Regionen möglich, was durch ein Franchise-Konzept umsetzbar wäre.

Insbesondere ist die stetige innovative Erweiterung der Webseite und des Tablets als Kommunikationsmittel zu forcieren.

8.2 Risiken

Entscheidend für den Erfolg lassen sich zwei Faktoren ausmachen:

Zum einen die Bekanntmachung bei potenziellen Kunden. Nur durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Werbung kann die Idee bekannt gemacht werden. Bei Ausbleiben dieses Faktors wäre aufgrund des hohen Anteils an variablen Kosten und der Vermeidung von Anschaffungskosten ein Betrieb auf kleinerem Niveau möglich; dies ist jedoch nicht das Ziel der Gründer.

Zum anderen ist die Annahme der Idee durch die Kunden von Bedeutung. Nur bei Erkennen der Vorteile des Angebots gegenüber den einzeln gebuchten Angeboten durch die Kunden ist eine langfristige Entwicklung möglich. Hierbei sind die Integration sowie die Möglichkeiten, die die Unterstützung durch das Tablet bietet, hervorzuheben.

Weiterhin ist es wichtig, die relativ schnelle Entwicklung des Gesamtkonzepts und der Einzelkomponenten zu berücksichtigen. Falls die Software-Anwendungen nicht im Zeitplan entwickelt werden, kann es schwierig sein, die finanzielle Planung beizubehalten. Aufgrund der rechtlichen Absicherung im Entwicklungsvertrag muss in diesem Fall auf Schadensersatz geklagt werden, was wiederum mit hohen Kosten verbunden wäre. Das Eintreten eines zeitlichen Verzugs in der Softwareentwicklung ist in der Branche üblich; umso wichtiger ist es, einen realistischen Zeitplan mit den entwickelnden Unternehmen abzustimmen.

8.3 Szenarien

8.3.1 Worst Case

Im schlimmsten Fall wird nach einem zeitlichen Verzug in der Softwareentwicklung und den damit bereits entstandenen Kosten festgestellt, dass die Idee vom Markt nicht angenommen wird. In diesem Szenario wären hohe Kosten entstanden, wobei kein Umsatz erzielt werden konnte. In diesem Fall wird das Unternehmen aufgelöst und die Finanzierung übernimmt die Gründer.

8.3.2 Average Case

Im wahrscheinlichsten Fall werden hinreichend viele Partner gefunden, die Softwareanwendungen im geplanten Zeitraum entwickeln und den Geschäftsbetrieb aufnehmen. Dabei verläuft das Geschäft anfangs schleppend, wobei durch Werbekampagnen und die Gewinnung weiterer Partner die Gewinnzone im geplanten Zeitraum erreicht werden kann. Somit kann ab diesem Zeitpunkt die Finanzierung abgelöst und die Idee evaluiert werden. Anschließend wird über die Fortführung der Unternehmung nachgedacht. Nur bei einem hinreichenden Einnahmeüberschuss wird das Geschäft aufrechterhalten.

8.3.3 Best Case

Unwahrscheinlich, aber möglich, ist die Annahme der Kunden, die über Erwartungen hinausgeht. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Aufbau des Unternehmens wie geplant erfolgt, schnell viele Kunden gewonnen werden können und diese die Vorteile im Vergleich zu den höheren Kosten als Gewinn für den regionalen Tourismus und ihre Aktivitätsplanung wahrnehmen. Insbesondere auch die Geschäftskunden müssten in diesem Fall die Trainings als deutlich besser als bisherige Veranstaltungen wahrnehmen.

8.3.4 Auswirkungen

Insbesondere der große Unterschied zwischen der schnellen Aufgabe der Idee und einer Annahme, die über den Erwartungen liegt, zwingt zur bestimmten Planung. Die Gründer berücksichtigen die große Schwankung in der Planung durch einen realistischen Zeitplan und eine angepasste Finanzplanung. Dabei wird insbesondere auf die Vermeidung von Anschaffungskosten Wert gelegt. Dazu mehr im letzten Kapitel.

9 Finanzplanung und Finanzierung

Der Finanzplan basiert auf einer umfassenden Marktrecherche. Diese wurde gemeinsam mit Unternehmen aus überschneidenden Branchen durchgeführt. Insbesondere Unternehmen, die bereits Teamtrainings für Geschäftskunden anbieten, wurden im Rahmen der Recherche befragt. Aufgrund von Vertraulichkeitsvereinbarungen können die Unternehmen an dieser Stelle nicht namentlich genannt werden. Auf Rückfrage und nach Zusicherung des einzuhaltenden Stillschweigens ist eine Nennung jedoch möglich. Auf die Einberechnung von Subventionen und Gründungshilfen wurde verzichtet, da diese nicht zum Ziel des Finanzplans gehören. Falls beispielsweise ein Gründerstipendium gewährt wird, ersetzt dieses die Beschäftigung des Gründers, sodass dieser sich vollständig auf den Aufbau des Unternehmens konzentrieren kann.

9.1 Rentabilitätsvorschau

Wie bereits im Realisierungsfahrplan beschrieben, wird im ersten Jahr nach der Gründung der Gesellschaft der Schwerpunkt auf der Entwicklung der Softwareanwendungen gelegt. Dabei wird keinerlei Umsatz erzielt. Dies ist jedoch nur auf diese Weise möglich, da die beteiligten IT-Partner einen Vertragspartner benötigen und die Gründer die Transaktion im Rahmen der gegründeten Gesellschaft durchführen müssen. Gleichzeitig entstehen jedoch verschiedene Kosten. Zum einen sind dies die laufenden Kosten der Unternehmung, z.B. für Versicherungen, Bürobedarf und Miete, zum anderen aber auch die Kosten des Geschäftsaufbaus, z.B. für Fahrten zu den Partnern und Telekommunikation. Ab dem zweiten Geschäftsjahr wird mit dem Anlaufen des Geschäfts gerechnet. Dabei wird eine sehr konservative Entwicklung der Kundenzahlen als Grundlage herangezogen. Entscheidend ist dabei, dass ab diesem Zeitpunkt auch die laufenden Kosten steigen. Insbesondere das Leasing der Tablets fällt dabei ins Gewicht. Ab der zweiten Jahreshälfte des zweiten Geschäftsjahres wird mit einem positiven Betriebsergebnis gerechnet.

9.2 Investitions- und Abschreibungsplan

Um die Kosten gleichmäßig zu verteilen, einen laufenden Überblick über das Betriebsergebnis zu erhalten und auf Abschreibungen zu verzichten, werden keine Investitionen im klassischen Sinne getätigt. Die einkalkulierten Kosten setzen sich aus den laufenden Unternehmenskosten auf der einen Seite und dem systematischen Leasing auf der anderen Seite zusammen. Sowohl die Tablets und deren Anwendungen als auch die Entwicklung der Webseite werden durch einen auf Dauer angelegten Entwicklungs- und Supportvertrag abgewickelt. Dadurch werden die Kosten gleichmäßig verteilt und der Erfolgsdruck auf den IT-Partner erhöht. Im Fall einer Einmalzahlung würde es bei einem notwendigen Wechsel der IT-Partner zu Schwierigkeiten kommen. Zudem entspricht dieses Modell der modernen Sicht auf Software, die durch die stetige Anpassung immer häufiger als Dienstleistung statt als Produkt wahrgenommen wird. Auch die IT-Ausstattung wird ggf. geleast, wobei insbesondere in den ersten drei Jahren größtenteils auf vorhandene private Systeme der Gründer zurückgegriffen werden kann. Die Kostenstruktur bleibt dabei branchenüblich.

9.3 Liquiditätsplanung

In den ersten eineinhalb Jahren wird aufgrund des erst anlaufenden Geschäfts mit einem negativen Ertrag gerechnet; insofern ist für diesen Zeitraum eine Finanzierung notwendig. Aufgrund der geringen laufenden Ausgaben ist auch die Liquidität mit überschaubarer Aufwandshöhe zu halten. Durch die Vermeidung von Investitionen lässt sich diese zudem recht flexibel gestalten und im Bedarfsfall anpassen.

9.4 Finanzbedarf

Der sich aus der Rentabilitätsvorschau und der Liquiditätsplanung ergebende Finanzbedarf beträgt in den ersten drei Jahren 30.000 EUR. Aufgrund der konservativ geplanten Umsatzplanung ist damit zu rechnen, dass dieser nicht überschritten wird. Für die ersten drei Jahre stellen die Gründer das benötigte Kapital durch ein Gesellschafterdarlehen zur Verfügung, das gegen Ende des dritten Geschäftsjahres getilgt wird. Somit kann ab dem vierten Jahr mit einem positiven Betriebsergebnis ohne Schuldenlast gerechnet werden. Weiterhin kann aufgrund des geringen Finanzbedarfs auf eine Finanzierung durch Banken verzichtet werden.

Für den Fall, dass ein zeitlicher Verzug bei der Softwareentwicklung eintritt oder die Kundengewinnung nicht im geplanten Rahmen erfolgt, wäre mit weiterem Finanzbedarf zu rechnen, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Dies geschieht nur dann, wenn die Idee grundsätzlich von den Kunden angenommen wird und die Unternehmung erfolgreich wirtschaftet.

9.5 Fazit

Durch die marktgerechte, zugleich konservative Finanzplanung ist ausreichend Spielraum für eine angemessene Entwicklung des Geschäfts. Die von vergleichbaren Unternehmen gewonnenen Informationen geben einen realistischen Einblick in die Zukunft unserer Idee. Erst ab dem vierten Jahr wird auf die Rendite geachtet und überlegt, die Unternehmung hauptberuflich zu betreiben. Für den unwahrscheinlichen Fall des Scheiterns sind keine existenzbedrohenden Risiken eingegangen.