Universalvergabe

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Universalvergabe (Homepage)

Mittels einer umfassenden Rahmenvereinbarung vereinfacht und beschleunigt die Universalvergabe die √∂ffentliche Beschaffung erheblich. Sie reduziert die Notwendigkeit √∂ffentlicher Vergaben auf wenige Rahmenvereinbarungen. Die Universalvergabe ist f√ľr alle dem deutschen Vergaberecht unterliegenen Organisationen interessant. Mehr dazu‚Ķ

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√úbersicht

Die Universalvergabe ist ein Konzept zur Vereinfachung und Beschleunigung des √∂ffentlichen Auftragswesens in Deutschland. Sie ist eine flexible Rahmenvereinbarung, welche den einfachen Abruf eines breiten Leistungsspektrums erm√∂glicht. Der Auftraggeber beschreibt die Leistung eines Wiederverk√§ufers welcher einen Leistungskatalog mittels einer Vielzahl von Lieferanten bedient anstelle alle Leistungen selber zu erbringen. Die Universalvergabe birgt zwar rechtliche Risiken, die Chance eines sehr flexiblen Einkaufs √ľberwiegt aber bei weitem.

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Herausforderung

Klassische öffentliche Vergaben inkl. Rahmenvereinbarungen sind eine komplexe Angelegenheit. Insbesondere die Beschreibung des Leistungsgegenstands mittels der Leistungsbeschreibung ist häufig eine langwierige, starre und riskante Angelegenheit. Die durch den Auftraggeber angefertigte Leistungsbeschreibung widerspricht diametral dem heutigen Vertriebs- und Einkaufsprozess bei dem der Auftragnehmer entweder eine zuvor definierte Leistung liefert oder mittels seines ausgeprägten Marktwissens zur Anfertigung der Leistungsbeschreibung beisteuert. Die klassische Leistungsbeschreibung und damit die klassische öffentliche Vergabe mit ihrem hohen Detailgrad und dem Ziel der rechtlichen Absicherung der Vertragspartner wirkt innovationshemmend und trägt wesentlich zur schleppenden Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deuschland bei.

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Ansatz

Die Universalvergabe ist ein Ansatz eine umfassende Rahmenvereinbarung √ľber eine Vielzahl von Leistungen zu schlie√üen. Die Universalvergabe reizt das deutsche Vergaberecht mit dem Ziel einer einfacheren und schnelleren Beschaffung aus.

Die Universalvergabe ist anders strukturiert als herkömmliche Rahmenvereinbarungen:

  • Der Wiederverk√§ufer als zentraler Ansprechpartner liefert Leistungen eines breiten Lieferantenportfolios anstelle die Leistungen selber zu erbringen. Der Wiederverk√§ufer vereinfacht die Transaktion von der Idee bis zur Lieferung, bedient sich aber bei der Lieferung/Leistung seiner Lieferanten anstelle ausschlie√ülich eigenen Personals und Materials.
  • Das breite Leistungsspektrum des Wiederverk√§ufers und seiner Lieferanten stellt sicher, dass der Auftraggeber nur einen Wiederverk√§ufer mit dessen Lieferantenportfolio je Themengebiet (bspw. Informationstechnologie) ben√∂tigt. Das breite Leistungsspektrum sorgt f√ľr einen Leistungsabruf √ľber vergleichsweise wenige Wiederverk√§ufer als Partner je √∂ffentliche Organisation.
  • Das einfache Preissystem des Wiederverk√§ufers schafft maximale Transparenz. Zudem beschleunigt das einfache Preissystem die Bewertung der Bewerber/Bieter w√§hrend des Vergabeprozesses erheblich.
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Vorteile

Die Universalvergabe besitzt einige Vorteile, welche sie von klassischen Rahmenvereinbarungen unterscheidet:

  • Die schnellere Beschaffung beschleunigt Projekte der √∂ffentlichen Verwaltung erheblich insbesondere wenn man ber√ľcksichtigt dass sich ziemlich alle Leistungen auch extern beziehen lassen.
  • Die einfachere Beschaffung sorgt f√ľr einen geringeren Ressourceneinsatz in der Fachabteiung, der Einkaufsabteilung und der Vergabestelle.
  • Die maximale Wahlfreiheit erm√∂glicht den rechtssicheren Abruf kompatibler Leistungen bei gleichzeitiger Wahrung der Produktneutralit√§t im Vergabeprozess.
  • Die maximale Flexibilit√§t erm√∂glicht moderne und innovative Bedingungen im Einzelabruf.
  • Mittels mehrerer Lose f√ľhrt die √∂ffentliche Organisation langfristig nur noch eine Vergabe alle vier Jahre durch.
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Rechtliche Bewertung

Die Universalvergabe scheint mit dem deutschen Vergaberecht auf den ersten Blick nur schwerlich vereinabar zu sein. Wenn man aber die relevanten Gesetze und Verordnungen nachliest, finden sich nicht viele Argumente gegen den Ansatz. Urteile der Vergabekammern und Rechtskommentare sind h√§ufig alt und/oder beziehen sich auf Einzelf√§lle. Rechtsanw√§lte mit Schwerpunkt Vergaberecht haben ein nat√ľrliches Interesse an einer hohen Komplexit√§t und langwierigen Auseinandersetzungen vor den Nachpr√ľfungsinstanzen. Insofern sollte die √∂ffentliche Organisation bei der Wahl einer unterst√ľtzenden Kanzlei insbesondere auch auf die grunds√§tzliche Einstellung zur Vereinfachung achten.

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Durchf√ľhrung

Die Universalvergabe ist inhaltlich ein neuartiges Projekt, weshalb sich auch ein progressives Vorgehen beim Beschaffungs- und Vergabeprojekt empfiehlt.Dazu geh√∂rt eine detaillierte Business-Analyse und die Aufnahme der Anforderungen an den zuk√ľnftigen Auftragnehmer/Wiederverk√§ufer. Grunds√§tzlich kann die √∂ffentliche Organisation mit einer Projektlaufzeit von sechs bis zw√∂lf Monaten rechnen. Beachtet man, dass anschlie√üend in den durch die Universalvergabe abgedeckten Themenbereichen keine weiteren Vergaben notwendig sein werden, lohnt sich eine ordentliche und gewissenvolle Projektumsetzung.

Die Phasen lassen sich grob wie folgt gliedern:

  • Business-Analyse mit der Erfassung des Ist-Zustands und der Anforderungen an den Auftragnehmer/Wiederverk√§ufer und der Anfertigung der Leistungsbeschreibung
  • Planung und Durchf√ľhrung des Vergabeprozesses inkl. der Anfertigung aller vergaberelevanter Dokumente bis zum rechtskr√§ftigen Zuschlag
  • Transition/Transformation inkl. Aufbau des Abrufprozesses in enger Zusammenarbeit mit dem bezuschlagten Auftragnehmer/Wiederverk√§ufer
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Zusammenarbeit

Bei Interesse an diesem einzigartigen Vergabeansatz, besprechen wir gerne eine Zusammenarbeit. Kontaktieren Sie mich gerne per E-Mail an christian.ullrich@intrenion.com.